Die konstruktive Kraft der Wut ist Lebensenergie.
Wir können lernen, diese Kraft zu nutzen, um Grenzen zu setzen, Entscheidungen zu treffen und unser Leben zu gestalten. Im Kern meiner Arbeit steht die innere Freiheit.
Meine Spezialisierung
Ich begleite Menschen in Übergängen, in Umbruchsphasen, beim Wunsch nach (innerer) Autonomie, (innerer) Freiheit, Lebendigkeit, gesunder Abgrenzung und damit einhergehenden Themen von Bindungs-/Beziehungsmustern.
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Wut als Kraft brauchen wir für Veränderungen, für Entscheidungen, für unsere Entwicklung, für gesunde Grenzen setzen und um unseren eigenen Raum (Autonomie) halten zu können. Sie führt zu einem Gefühl der Präsenz, Selbstkontakt und Klarheit - und zeitgleich auch zu echtem Kontakt mit dem Gegenüber. Denn Abgrenzen bedeutet angrenzen: Ich mach mich sichtbar mit dem, was mir wichtig ist, was mein Bedürfnis ist und wer ich bin.
Wenn wir Wut jedoch nicht richtig integriert haben, sie als bedrohlich erleben, unterdrücken oder keinen guten Zugang haben, kann sie zerstörerisch wirken: Wut kann destruktiv gegen sich selbst gerichtet werden in Form von Selbstabwertung, Selbstkritik, Selbsthass («einagieren») oder destruktiv gegen andere gerichtet werden und Schaden in uns und in anderen anrichten («ausagieren»).
Mehr dazu siehe Rubrik “Wut als Kraft”.
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Übergänge und Umbruchphasen erleben wir oft als krisenhaft: Das Alte funktioniert nicht mehr, das Neue ist noch nicht da. Wir häuten uns wie eine Schlange, lassen etwas Vertrautes zurück und fühlen uns dabei verletzlich, verunsichert und manchmal ängstlich.
Gerade in diesen Phasen brauchen wir Zugang zu unserer eigenen Kraft. Die konstruktive Kraft der Wut hilft uns dabei, uns aufzurichten, mutig zu sein, Grenzen zu ziehen und Entscheidungen zu treffen. Mit ihr können wir im Sturm des Umbruchs die Segel hissen und unserem Leben eine neue Richtung geben.
Und manchmal braucht es jemanden von aussen, der verlässlich an unserer Seite läuft, während wir noch nicht wissen, wohin die Reise geht. Jemanden, der mit uns aushält, wenn’s gerade nicht klar ist, und bei dem wir immer wieder Orientierung finden können – wie ein Leuchtturm.
“Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Fähigkeit, trotz der Angst zu handeln.”
Desmond Tutu (2016) -
Im Kern aller Bindungen und Beziehungen geht es um die Regulation von Nähe und Distanz, um das Gefühl, “frei in Beziehung” zu sein. Um die Erfahrung, dass wir unsere Autonomie und innere Freiheit in Beziehungen leben können.
In Realität stellt dies jedoch die grösste Herausforderung dar. Einerseits wollen wir Nähe, andererseits fürchten wir uns vor ihr. Ein Teil von uns hat Angst, sich zu verlieren, nicht abgrenzen zu können. Dass wenn wir unser “nein”, unsere Grenzen kommunizieren, dass wir (gemäss unserer Fantasie) ignoriert, verlassen, (verbal/physisch) angegriffen oder manipuliert werden könnten. Dies beruht auf frühen Erfahrungen, auf den vier Defensivreaktionen “fight”, “flight”, “freeze” und “fawn”, welche wir heute unbewusst mit uns nahestehenden Menschen immer wieder reinszenieren und aktualisieren.
Kommen wir diesen Mustern, dem Kern, auf die Schliche, ist es möglich, diese tiefen Überzeugungen zu verändern und dadurch “frei in Beziehung” zu werden.
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Freude und Wut sind zwei grundlegende Kräfte, mit denen wir uns dem Leben zuwenden und in ihm behaupten. Mit der Freude wenden wir uns automatisch dem Leben zu. Wir sind neugierig, entdecken, lassen uns berühren und gehen auf die Welt zu. Mit der konstruktiven Kraft der Wut sind wir fähig, auf diesem Entdeckungsweg unseren Raum zu halten, Grenzen zu setzen, unser Leben zu steuern und für uns einzustehen.
Ist der Zugang zu beiden Gefühlen frei, können wir uns auf das Leben einlassen und gleichzeitig bei uns bleiben. Wir können uns bewegen, ausprobieren, Nein sagen, Ja sagen, wollen, wählen und handeln. Wir spüren uns – und damit unsere Lebendigkeit.